Bruderschaftstag 2022

 

Pressemitteilung vom 03.04.2022

 

Bundesschützenmeister Emil Vogt Referent

auf dem Bruderschaftstag in Etzweiler

 

 

In der Fastenzeit lädt der Bezirksverband Bergheim – Nord die Schützen aus Bedburg, Bergheim und Elsdorf zu einem „Morgen der Besinnung“ ein.

 

Auftaktgottesdienst

Den Auftakt der Veranstaltung bildete in diesem Jahr ein coronakonform vorbereitetes Frühstück, das die gastgegebene Bruderschaft St. Hubertus Etzweiler servierte. Daran schloss sich ein Gottesdienst unter der Zelebranz von Herrn Kaplan Höfer und unserem Bezirkspräses Hermann-Josef Schnitzler an. Als besonderes Highlight hatte der Bezirksvorstand den Dekantsjugendchor San Franceseco eingeladen, der die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm. Gottesdienst

 

Da passte es thematisch gut, dass Bundesschützenmeister Emil Vogt als der oberste Schütze in Schützentracht den Synodalen Weg der katholischen Kirche in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte: „Wem die Zukunft unserer Kirche am Herzen liegt, hat als Christ die Verpflichtung, sich an diesem Verfahren zu beteiligen.“ Zur Kirche gehöre ihr Traditionsschatz ebenso wie der Wandel, auch wenn dieser sich langsamer vollziehe als im realen Leben. 

 

Bundesschützenmeister Emil Vogt bei seinem Vortrag

Vogt habe weniger die Erwartung, dass es im Jahr 2023 mit einem Mal die große Erneuerung gibt. Für ihn sei eher das Einüben eines synodalen Miteinanders wichtig, dass es ein „Wir miteinander“ gibt, der Pastor seiner Gemeinde zuhört, ein Sprechen auf Augenhöhe möglich wird. „Da sind wir nicht wirklich gut drin, konnten das aber mit Weihbischof Steinhäuser in der Zwischenzeit schon ein bisschen üben.“ Er halte die Weltsynode für einen spannenden Prozess, „auch weil wir uns dabei mal wieder als Weltkirche erleben können und es um eine Andersartigkeit des Umgangs geht“. Interessant sei doch, dass der Papst mit allen Ebenen und nicht nur mit den Bischöfen sprechen wolle. „Das bedeutet doch auf meiner Ebene, dass mir der Kardinal nicht zu sagen hat, wie ich in diesen synodalen Prozess reingehe. Seit inzwischen 50 Jahren weiß jeder Chef, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital der Firma darstellen - diese Erkenntnis scheint an den Kirchenoberen vorbei gegangen zu sein.“

Schließlich sei Kirche kein Selbstzweck, sondern für alle Menschen da. Angesichts des großen Vertrauensverlustes müsse die Kirche das Ohr bei den Menschen haben! „Jeder Getaufte gehört zur Kirche – auch queere Menschen und solche mit gescheiterten Lebensentwürfen. Sie haben einen respektvollen und wertschätzenden Umgang verdient. Ebenso steht es endlich den Frauen zu, in der Kirche wichtige seelsorgerische Ämter auszuüben“, so Emil Vogt weiter. Seine Ausführungen schloss er mit der Bitte an die Schützenbruderschaften, nicht nur auf der örtlichen Ebene, sondern auch auf Diözesan- und Bundesebene die weiteren Schritte des Synodalen Weges zu begleiten. Dazu gehöre auch im Blick zu halten, was die verschiedenen Bistümer umsetzen. Bundesschützenmeister Emil Vogt kündigte an, dass sich der Hauptvorstand in Anbetracht der ständig sinkenden Zahl an Präsides in seiner Sitzung am 19.11.2022 in Langenfeld mit dem Thema „Geistliche und religiöse Begleitung der Schützen“ befassen werde. Wegen dieser wichtigen Angelegenheit werde die Veranstaltung verbandsöffentlich sein.

Foto mit Ehrengast und Referent

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrenmitglied Mechthild Ehrenberger und der stv. Bezirksbundesmeister

flankieren Bundesschützenmeister Emil Vogt

 

Ein Schützenhut eignet sich niSpendenübergabecht nur als Kopfbedeckung, sondern auch um beim Bruderschaftstag Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. 442 € kamen zusammen, die Otto Hoffmann, Brudermeister der gastgebenden St. Hubertus Schützenbruderschaft dem örtlichen Kindergarten übergeben wird. Davon soll ein schon lange gewünschtes Spielgerät angeschafft werden.

 

Darüber hinaus konnten wir einen lange gehegten Wunsch erfüllen und einem Schützenbruder für sein langjähriges Engagement im Bereich Sponsoring herzlich danken. Dank an Reiner Wirtz

 

 

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